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Die neue erste Strophe des Deutschlandlieds

Heinrich Hoffmann/Lars Nebelelf (1841/2019)

Deutschland lieb ich über alles,
über alles in der Welt,
wenn es stets für Recht und Freiheit
brüderlich zusammenhält.
Von der Mosel bis zur Oder
und vom Lech zum Fehmarnbelt –
Deutschland lieb ich über alles,
über alles in der Welt!
Deutschland, Deutschland, über alles,
über alles in der Welt!

The 1. Stanza of the New Song of Germany

Heinrich Hoffmann/Lars Nebelelf (1841/2019)

I love Germany more than anything,
more than anything in the world,
when it always, for law and freedom,
stands together brotherly.
From the Moselle to the Oder,
from the Lech to the Fehmarn Belt –
I love Germany more than anything,
more than anything in the world!
Germany, Germany, more than anything,
more than anything in the world!

Das Deutschlandlied zum Haydnschen Kaiserquartett

Warum die erste Strophe des Deutschlandlieds zum Haydnschen Kaiserquartett besonders gut klingt: Der Deutschland-Ausruf in der ersten Strophe des Deutschlandlieds ist Ausdruck innigster patriotischer Gefühle. Ohne diesen Ausruf, und gar mit einer bloßen Verkürzung auf die dritte Strophe, ist die Bezeichnung „Deutschlandlied“ völlig unangemessen.

Zum einen war und ist dieser Ausruf bezogen auf den unbändigen Wunsch der Deutschen nach Einheit des Vaterlands, welcher die deutsche Geschichte vor 1871 ebenso intensiv geprägt hat wie nach 1945. Zum anderen aber ist dies auch eine patriotische Liebeserklärung, wie es der sozialdemokratische Reichspräsident Friedrich Ebert treffend zum Ausdruck gebracht hat anlässlich der Erhebung des Deutschlandlieds zur Nationalhymne am 11. August 1922:

„So wie einst der Dichter, so lieben wir heute ´Deutschland über alles´!“

Im Kaiserquartett verleihen die Streicher der ohnehin erhabenen Melodie Haydns einen besonders eindrucksvollen Klang. Dieser geht beim Spiel von Militärkapellen verloren, vor allem bei Wahl eines schnellen, marschartigen Rhythmus. Es entsteht dagegen eine ganz besondere musikalische Atmosphäre, wenn nur die erste und wohl namensgebende Strophe des Deutschlandlieds in der textlich angepassten Fassung auf die einleitende Passage aus dem zweiten Satz des Kaiserquartetts gesungen wird.

Diese Atmosphäre verleiht einem patriotischen Gefühl Ausdruck, das auch nach bald 180 Jahren gut nachempfunden werden kann. Zudem hebt sich der friedliche Text in Verbindung mit der fast schon „zärtlichen“ Musik Haydns wohltuend ab vom Säbelrasseln und vom Kriegsgeschrei der Nationalhymnen z.B. unserer französischen, polnischen und italienischen Nachbarn, die dort aber dennoch voll Inbrunst und Überzeugung gesungen werden.

Weiterführender Essay

Für weiterführende Erläuterungen vgl. den Essay: „Für eine modernisierte Fassung des Deutschlandlieds!“

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