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Du, mein Land der Heimat (Heimatlands-Hymne)

(gesungen auf Pomp and Circumstance March No. 1 von Edward Elgar)

   
Du, mein Land der Heimat
für das Deutsche Volk,
gib dem deutschen Streben
Zukunft und Erfolg!
Gib all Deinen Kindern
Schutz und Sicherheit!
Wahre unsre Werte
bis in alle Zeit!
You, my land of home
for the German people,
lead the German striving
to future and success!
Give all your children
protection and safety!
Keep our values
until the end of time!
   
Wolln Dich nicht verlieren!
Werd kein fremdes Land!
Wehr Dich Deiner Feinde
stets mit harter Hand!
Bleib mit unsrer Liebe,
Du, mein Vaterland,
bis in alle Zeiten
fest in deutscher Hand!
We don´t want to loose you!
Don´t become a foreign land!
Defend yourself against your foes
always with a hard hand!
Stay with our love,
you, my fatherland,
until the end of time
firmly in German hand!
   
Du, mein Land der Heimat
für das Deutsche Volk,
wahre unsre Werte
bis in alle Zeit!
Wolln Dich nicht verlieren!
Werd kein fremdes Land!
Bleib mit unsrer Liebe
fest in deutscher Hand!
You, my land of home
for the German people,
keep our values
until the end of time!
We don´t want to loose you!
Don´t become a foreign land!
Stay with our love
firmly in German hand!
   

Geschichtlicher Hintergrund

Der Pomp and Circumstance March No. 1 von Edward Elgar aus dem Jahr 1902 war die von König Edward VII. aus dem Hause Sachsen-Coburg und Gotha für seine Krönung im selben Jahr gewünschte Musik. Edward VII. war es auch, der die Verfassung eines auf dieses Stück singbaren Lieds durch A.C. Benson anregte. Ein Teil der so entstandenen Ode dient bis heute als inoffizielle Regionalhymne Englands, die sich etwa so ins Deutsche übertragen lässt:

Land of Hope and Glory,
Mother of the Free,
How shall we extol thee,
who are born of thee?
Wider still and wider
shall thy bounds be set;
God who made thee mighty,
make thee mightier yet.
Land voll Ruhm und Hoffnung,
Mutter aller Frei´n!
Wie solln wir dich preisen,
wir, die Kinder Dein?
Weiter, immer weiter
sei´n Deine Grenzen gesetzt!
Gott, der Dich mächtig machte,
mach Dich noch mächtiger jetzt.

In der zweiten Hälfte ist nichts weniger formuliert als das imperialistische Credo des British Empire, die gesamte Welt beherrschen zu wollen. Wohl in nationaler Euphorie aufgrund des Siegs im Zweiten Burenkrieg im Jahr 1902 wurde der im zeitgleich veröffentlichten Testament von Cecil Rhodes gewünschten Einverleibung der halben Welt, also einschließlich ganz Afrikas, ganz Südamerikas und auch der USA, gesanglicher Ausdruck verliehen.

Wäre dieser Text auf Deutschland bezogen, so wäre ein solches Lied in Deutschland nicht aufführungsfähig. In Großbritannien und insbesondere in England wird das Lied dagegen weiter mit Inbrunst gesungen. Doch die Melodie ist auch in vielen anderen Ländern populär. In den USA und in Kanada etwa wird das Stück häufig im Rahmen der Abschlussfeiern von Schulen und Universitäten verwendet.

Patriotisches deutsches Lied

Die erhabene Melodie eignet sich durchaus auch für ein patriotisches deutsches Lied. „Du, mein Land der Heimat“ ist ein solches patriotisches Lied, das wegen seines defensiven, auf die Bewahrung unserer Werte gerichteten Charakters die Bezeichnung „Heimatlands-Hymne“ durchaus verdient. Die von bestimmter politischer Seite ignorierten oder sogar diffamierten Begriffe „Heimat“ und „Deutsches Volk“ werden sehr prononciert gleich am Anfang eingeführt. Das „deutsche Streben“ in der dritten und vierten Zeile nimmt direkten Bezug auf die Kernbotschaft unserer Nationalhymne: Lasst uns alle „streben“ nach Einigkeit und Recht und Freiheit als Voraussetzung für eine glückliche Zukunft Deutschlands!

Die fünfte und sechste Zeile gibt dem Wunsch der Deutschen nach Schutz und Sicherheit Ausdruck. Die beiden letzten Zeilen der ersten Strophe appellieren an die Bewahrung der abendländischen Werte auf der Grundlage von Christentum, Humanismus und Aufklärung.

Die zweite Strophe greift weniger einzelne Aspekte auf, sondern nimmt stärker Bezug auf das vielleicht wichtigste Thema, nämlich dass ein auf den abendländischen Werten gründendes Deutschland auch noch in Zukunft erkennbar bleibt.

Die beiden abschließenden Zeilen der zweiten Strophe („bis in alle Zeiten fest in deutscher Hand“) nehmen Bezug auf die berühmte „This was their finest hour“-Rede von Winston Churchill am 18. Juni 1940 vor dem britischen Unterhaus. Deren letzter Satz lässt sich auf die heutige Situation Deutschlands etwa wie folgt übertragen:

„Lasst uns also unsere Pflicht tun und konsequent kämpfen gegen die Zerstörung Deutschlands durch ein selbstmörderisches Politikversagen. Und lasst uns das mit solcher Entschlossenheit tun, dass – wenn es in hundert Jahren Deutschland, wie wir es kennen, noch gebe sollte – die Menschen immer noch sagen werden: Das war ihre größte Stunde!“.“

Die dritte Strophe besteht aus Zeilen der beiden vorangehenden Strophen und fasst insoweit die wichtigsten Aspekte des Lieds zusammen.

Soweit es Bedenken gibt, eine in Großbritannien für ein sehr patriotisches Lied genutzte Melodie nun auch für ein patriotisches deutsches Lied zu verwenden, sei Folgendes erläutert: Gerade die unverkrampfte Haltung zum Patriotismus, die von den Briten trotz der über lange Zeiträume imperialistischen Politik des Vereinigten Königreichs gepflegt wird, kann für die Deutschen Ansporn sein, ihre patriotischen Gefühle wieder unverkrampft zu zeigen. Hierfür eignet sich kaum etwas besser als die Übernahme dieser genialen Komposition von Edward Elgar. Die Übersetzung ins Englische zeigt englischsprachigen Lesern und Hörern, dass der deutsche Text ausschließlich auf die Bewahrung der Heimat gerichtet ist.

Aufführungshinweise

Der einstrophige Liedtext von „Land of Hope and Glory“ wird im Rahmen gesanglicher Aufführungen im Vereinigten Königreich traditionell jeweils bei der zweiten und dritten Wiedergabe der dominierenden Melodie gesungen. Bei der sehr leisen ersten Wiedergabe wird allenfalls leise mitgesummt.

Der dreistrophige Aufbau von „Du, mein Land der Heimat“ verlangt hingegen das Singen der ersten Strophe bereits bei der ersten Einführung der Hauptmelodie. Um das Orchester nicht zu übertönen, muss die erste Strophe daher vom Chor oder – besser noch – von einer Solo-Stimme sehr gedämpft, nahezu hauchend gesungen werden, was dem gedanklichen Inhalt dieser Strophe allerdings zusätzliche Ausdruckskraft verleiht.
Die beiden folgenden Strophen können dann vom Chor oder auch vom Publikum gesungen werden. Bei Verfügbarkeit eines Chors bietet es sich an, dass die zweite Strophe vom Chor und erst die dritte Strophe zusammen mit dem Publikum gesungen wird.
Sofern die gesangliche Darbietung im Vordergrund steht, empfiehlt es sich, eine gekürzte Orchester-Fassung zu verwenden, die unmittelbar vor der ersten Strophe einsetzt, direkt nach der zweiten Strophe unterbricht und dann mit dem Tonartwechsel vor der dritten Strophe wiedereinsetzt.

Sollen nur die beiden ersten Strophen gesungen werden, so bietet es sich an, auf die Solo-Stimme bei Einführung der Melodie zu verzichten und diese beiden Strophen bei den beiden folgenden Wiederholungen zu singen.
Das Lied schöpft die gesamten zwei Oktaven des Tonumfangs der Bariton-Stimmlage aus und ist auch insofern gesanglich herausfordernd. Während die beiden ersten Strophen in D-Dur bis zum G hinunterreichen, wird die dritte Strophe in der Dominant-Tonart A Dur gesungen und reicht bis zum g´ hinauf. Das gesamte Lied ist daher oft wohl nur mit Hilfe von Oktavwechseln singbar.

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